Ich empfehle bei einer Intel Karte im Notebook das PROSet Tool zu benutzen und nicht die Windows XP Verwaltung. Das Tool bietet die übersichtlichere Handhabung der Einstellungen. Es kann hier heruntergeladen werden:

http://support.intel.com/support/wireless/wlan/sb/CS-010623.htm

Zuerst das Intel PROSet Tool über das WLANsymbol in der Taskleiste starten:

start

und es erscheint die Hauptseite des Tools:

1. Das Menü File dient zum Schließen des Programms.
2. Tools Menü beinhaltet die Programmoptionen und den Troubleshooter.
3. Das Advanced Menü beinhaltet die Karteneinstellungen, Statistik und das Umschalten auf die Winsows Verwaltung - mehr weiter unten.
4. Das Profiles Menü erstellt und verwaltet Netzwerkprofile und auch Ausschlüsse mit denen nicht verbunden wird - mehr weiter unten.
5. Connect verbindet mit dem ausgewählten Netzwerk im Hauptfenster
6. Properties zeigt die Eigenschaften des gewählten Netzwerkes und führt zur Exclude-Liste (nicht zu verbindende Netze).
7. Zeigt die Signalstärke und ob Verschlüsselung aktiv ist.
8. Netzwerkname und Verschlüsselung aktiv in Textform
9. AdHoc oder Infrastucture Netz, b oder g Modus und Anzeige ob verbunden
10. Führt einen erneuten Scan nach Netzwerken aus
11. Schaltet den WLAN Sender ein und aus (die Karte bleibt aktiv im System)

 

2. Das Tools Menü

Eigentlich nur für Fachleute interessant, die sich das Programmverhalten selbst einstellen wollen.
Die Vorgaben passen in den meisten Fällen auch so. Ich zeige es hier nur der Vollständigkeit halber.

3.Das Menü Advanced

Hier geht es in die erweiterten Einstellungen der WLAN-Karte, wie sie auch über den Gerätemanager unter Windows zu erreichen sind.

Soll ein AdHoc WLAN zwischen 2 Rechnern aufgebaut werden, muss der Kanal festgelegt sein. Dieser wird hier ausgewählt.
In einem WLAN mit Router /Accesspoint gibt dieser den Kanal vor.



Die Intel Karte hat auch eine Möglichkeit durch das Versenden von mehreren Datenpaketen bevor eine Antwort erfolgen muss, die Übertragungsrate zu steigern. Dieser Modus ist nicht mit allen kompatibel. Im Zweifelsfall oder bei Problemen mit der Übertragungsrate trotz guten Signals sollte hier auf Disable gestellt werden.


In einem räumlich grösseren Netzwerk muss RTS/CTS enabled gewählt werden, in einem kleinen kann CTS to self genommen werden.
Diese Einstellung am besten auf Use default value belassen !

Das Powermanagement sollte immer auf Highest gestellt werden, ansonsten kann es bei vielen Verbindungen zu Aussetzern führen.
Hier also den default-Haken herausnehmen und den Schiberegler ganz nach rechts ziehen.

Im Normalfall den Preamble-Wert auf Auto belassen. Nur wenn unbedingt eine manuelle Einstellung gewünscht wird kann man hier in gemischten Netzwerken (11b/g) auf Long Preamble stellen. Reine 802.11g Netzwerke kommen mit einer Short Preamble aus.



Das Roamingverhalten wird hierdurch beeinflusst. Steht der Regler ganz rechts, sucht der Client praktisch ständig nach einem Accesspoint/Router mit besseren Signalen. Steht er ganz links, wartet der Client mit der Suche, bis er seinen AP fast verliert. Je nach Umgebung kann hier das Eine oder Andere von Vorteil sein. Im Normalfall kann man die Mittelstellung (Default) lassen.

Hier kann jetzt die Sendestärke eingestellt werden, falls man seine Funkreichweite begrenzen möchte.
Im Normalfall sollte Highest ganz rechts die richtige Einstellung sein.

Hier ist die Möglichkeit der Einstellung zwischen nur 11 Mbit, gemischter Modus oder nur 54 Mbit gegeben.
In einem reinen 54Mbit Netzwerk erreicht man mit 802.11g only die besten Durchsätze.

 

4. Das Profiles Menü

Im Profiles Menü geht es darum die Einstellungen bekannte Netzwerke zu speichern und unerwünschte Netzwerke auszuschließen.

Im Hauptfenster werden die WLANs angezeigt, mit denen man schon mal verbunden war und deren Einstellungen sich das Tool gemerkt hat, die sogenannten Profile. Das WLAN-Symbol vor einem Profil kennzeichnet es als augenblicklich aktiv (hier das untere).

Auf der Suche nach einem Netzwerk geht der Client die Liste von oben nach unten durch. Über die beiden Pfeiltasten rechts kann man die Reihenfolge der Profile deswegen verändern, so dass bevorzugte Profile zuerst kommen.

Über den Connect - Schalter kann man mit einem ausgewählten Profil sofort verbinden.

Über den Add... Schalter kann ein neues Netzwerkprofil per Hand hinzugefügt werden
(Siehe auch Router - Seite - Menüpunkt 21)

Remove löscht ein nicht mehr benötigtes Netzwerkprofil aus der Liste

Über Export - Import kann die Profilliste abgespeichert und wieder eingelesen werden, auch auf einem anderen Client-Rechner.
Dies ist praktisch, wenn man mehrere Rechner gleich konfigurieren will oder den Client neu installieren muss.

Properties zeigt die Eigenschaften des ausgewählten Profils und gestattet Änderungen:

Eigenschaften der Profile

In den General Settings wird ein beliebiger Name des Profils und die SSID des WLANs eingetragen
Next

In den Security Settings wird die Verschlüsselung festgelegt
(Router Seite - Menüpunkt 21)
Wenn mehr gewünscht wird, auf Advanced klicken:

Im Standard verbindet das Tool automatisch zu diesem Netzwerk.
Wenn man das immer nur per Hand machen möchte auf On Demand umstellen.

Erlaubt Administratoren dieses Profil in einen Ordner auf dem Rechner zu legen und der Client kiest es automatisch ein und kann es verwenden.
So können viele Rechner mit den gleichen WLAN-Einstellungen versorgt werden.

Wird hier eine MAC-Adresse von einem AP oder Router eingetragen, wird der Client sich bei diesen Netzwerkeinstellungen nur mit diesem verbinden. Vorteil: Man kann einen bestimmten Accesspoint bevorzugen, der wenig Last hat.

Ist dieses Profil Passwortgeschützt, kann man die Einstellungen nur nach Eingabe des Passwortes einsehen oder verändern.

Hier kann eine Anwendung oder eine Datei eingetragen werden, die nach Herstellen der Verbindung automatisch gestartet wird.
Dies kann eine Batch zum Netzlaufwerke verbinden sein, aber auch MS-Word oder eine andere Anwendung.

Wird das Feld hier aktiviert, bleibt der Rechner mit dem WLAN verbunden, auch wenn man sich abmeldet.
Das ist sinnvoll für Firmennetze bei denen die Anmeldung durch einen Server bestätigt wird und Startprogramme dann automatisch ablaufen.

 

6. Properties

Über den Schalter Properties im Hauptfenster kommt man in das Properties Fenster. Hier werden die Eigenschaften desgerade verbundenen WLAN angezeigt. Wichtiger ist jedoch der Schalter Manage Exclusions...

In dieses Menü gelangt man auch aus dem Hauptfenster über Profiles

Hier können Netzwerke eingetragen werden, mit denen man nicht verbinden möchte. Hat man zum Beispiel einen Nachbarn mit WLAN in Reichweite und möchte verhindern, dass das Notebook sich aus Versehen mit seinem Netzwerk verbindet, kann man es hier eintragen:

Es braucht nur die SSID des entsprechenden Netzwerks eingetragen zu werden.

Schon braucht der Nachbar sich nicht mehr über die vielen Verbindungsversuche zu ärgern.